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Der französische Schriftsteller und Philosoph Maurice Blanchot war zeitlebens ein Außenseiter. Sein Roman “Der Allerhöchste” wurde erst 60 Jahre nach der Veröffentlichung ins Deutsche übersetzt. Ihn zu lesen bedeutet, sich auf unsicheres Terrain zu begeben.

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Clemens J. Setz’ erster Gedichtband „Die Vogelstraußtrompete“ ist eine Mogelpackung, die Spaß macht.

Olga Grjasnowa wird im August ihren neuen Roman “Die juristische Unschärfe einer Ehe” veröffentlichen. Ein willkommener Anlass, nochmals an ihr herausragendes Debüt “Der Russe ist einer, der Birken liebt” zu erinnern und ein altes Interview mit der Autorin hervorzukramen.

Toshiki Okada Air Conditioner

Schweigen, Stillstand, Eskapismus – der Schriftsteller und Theaterautor Toshiki Okada gibt dem jugendlichen Prekariat Japans eine Stimme. Sein Erzählband “Die Zeit die uns bleibt” nähert sich dem tristen Alltag mit Mitteln der literarischen Avantgarde und stellt die Frage, warum sich junge Menschen nicht gegen Entmündigung und Zukunftslosigkeit zur Wehr setzen.

Keizo Hino thematisierte bereits 1985 den Konflikt zwischen der zunehmenden Urbanisierung Japans und einem langsam entstehenden Umweltbewusstsein. Sein Roman “Trauminsel” spielt mit phantastischen Elementen, vermeidet aber den erhobenen Zeigefinger.

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Der Schrift(zeichen) nicht mächtig, ist man in Japan schnell in der Rolle des Zaungastes. Doch auch diese Perspektive gewährt interessante Einblicke in die japanische Bücherwelt.

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Welche Rolle spielen die Klassiker der japanischen Literatur für die AutorInnen der Jetztzeit? Wie haben sich die Wirtschaftskrise des Landes und das “Dreifachunglück” von Fukushima in literarischen Texten niedergeschlagen? Fragen, die das Buch “Yomitai!” beantwortet, das die literarische Szene Japans abtastet. Ein Interview mit der Herausgeberin des Bandes, Lisette Gebhardt.

Literatur aus Japan – Haruki Murakami, den kennt man bei uns, aber sonst? Welche faszinierenden Entdeckungen sie in der japanischen Literatur des 20. Jahrhunderts gemacht hat, davon erzählt die Künstlerin Frauke Boggasch.

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Der russische Schriftsteller Gaito Gasdanow, der im Exil in Paris und München lebte, wurde bei uns erst vor kurzem entdeckt. Mit „Ein Abend bei Claire“ liegt nun sein Debütroman auf deutsch vor, die Geschichte einer unerfüllten Liebe vor dem Hintergrund des vorrevolutionären Russland.

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Diagnose: Sehnsuchtsort. Wassili Golowanow begibt sich auf die Insel Kolgujew in der russischen Barentssee und formuliert eine „Rechtfertigung des sinnlosen Reisens“. Das Schreiben über ein kleines Eiland zeitigt große Literatur.

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